Donnerstag, Oktober 13, 2005

FABULÖSES KÖLSCH IN MANHATTAN GESUCHT

Mein letztes langes Wochenende in Manhattan. 4 ganze Tage.

Freitag abend nochmal schön Feiern mit den Jungs. Es ist ja ihr letztes Wochenende hier. Trotz der akuten Terrorwarnungen für die Stadt fahre ich abends nach Penn Station. Verstärktes Polizeiaufkommen, ansonsten keine bemerkbaren Änderungen.

In der 13th Street angekommen lerne ich Ashley kennen, einen 23 jährigen Briten aus Manchester, der auch bei den Jungs wohnen darf. Wir gehen alle erst mal wieder in die Keybar 2 Häuser weiter. Die Bar feiert Geburtstag und bis 10 Uhr gibt es verschiedene Freigetränke.
Schnell Bier und Vodka-Cola Bestellungen abgeben.
Es werden immer mehr Leute um uns herum. Anna kommt nochmal, noch 2 andere Mädels, ein Chinese, ein komischer Inder und der lustige Typ mit dem komischen Namen. Ein nette Runde also.



Um kurz 10 kommt Courtney vorbei. Sie wollte unbedingt mal die Jungs kennenlernen.



Im starken Regen gehen wir dann noch weiter zu Koyote Ugly.



Als Flo nicht reinkommt wegen vergessener ID hauen wir alle wieder ab.
Es geht in die Telephone Bar. Ohne Flo, da er dann doch lieber mit dem Taxi nach Hause fährt.
Dann gehts noch in die Sunburned Cow, die australische Bar, in der wir schon mal waren.
Ashley wird für schwul gehalten und ich trinke nur noch Wasser. Langsam verabschieden sich alle anderen, um 4 Uhr ist es auch Zeit mal zu gehen.
Flo, Ashley und Jens wollen noch in den Meatpacking District. So fahren wir mit dem Taxi in die 13. Straße und ich leg mich mal schön zu Flo ins Bett. Gute Nacht für heute!

Ashley taucht bis um ca. 9 Uhr am nächsten Morgen nicht auf und Jens gehts nicht so gut. Wir sind aber mit Bo und seiner Freundin in Chinatwom zum Dim Sum verabredet. Alles, was ich bi zu diesem Zeitpunkt darüber weiß ist, dass es sich dabei wohl um ein richtig typisch Chinesisches Essen handelt. Hmm!

12 Uhr Treffen mit allen und mit meinem Onkel und meinem Fastneffen im Starbucks, Canal Street Ecke Lafayette Street.

Mit kurzer Verspätung treffen wir uns alle und los gehts. Wir kommen durch eine Drehtür in einen großen Essenssaal. Am hinteren Ende eine große tempelartige rote Wand mit Drachen und großen goldenen Buchstaben.



Fast nur Chinesen und ein paar vereinzelte Touristen. Amis gehen hier wohl nicht hin, oder?



Es ist, als ob man auf einmal in einem anderen Land ist. wir setzen uns hin und eine Minute später haben wir schon kleine Schalen mit verschiedenen Essensachen auf dem Tisch stehen...

Bo kennt all die chinesischen Bezeichnungen, die auf den kleinen Schildern stehen, die auf den kleinen Essenstrollies vorne angebracht, verraten was darauf auf dem Wagen durch den Saal gekarrt wird. Wir starten und nach und nach wird immer wieder nachgeladen.
Vergesst Frühlingsrollen und Chickencurry. Hier gibt es leckere Sachen wie gekochte Hühnerfüße,





Kuhmagen (interessant, wie diese Darmzottel aussehen), glibberige gelartige Dinge, lecker gewürzte Sehnen von Tieren, Fleischköße mit Mageninhalten, kleine Knöchelchen, von denen man das flutschige Fleisch abnuckeln kann. Nix für Leute, die schon beim Ansehen dieser Dschungel-Sendung kotzen könnten.

Danach gehts noch zum echt chinesischen Bubbletea. Tee in jeder Geschmacksrichtung, aufgefüllt mit Milch. Es sieht dann aus wie ein Milchshake. Das Besondere aber sind die Bubbels unten drin. Sie sehen aus wie große Ziegenküttel und sind aus Gelantine.



Man saugt sie mit dem Strohhalm auf, kaut sie ordentlich durch und schluckt sie dann. Mehr als 10 konnte ich nicht schlucken. Schon echt gewöhnungsbedürftig.

Danach verabschiede ich mich von Bo, seiner Freundin, Jens und Flo. Im Regen gehen Lutz, Phillip, Ashley und ich durch Chinatown und machen nen langen Shoppingtrip bis hoch nach Soho Höhe Houstonstreet.
Dann noch schnell die Koffer bei Jens und Flo geholt und mit dem Taxi zur West Side ins YMCA. Tolle Lage und tolle Aussicht.



Hier bleibe ich für die nächsten 3 Nächte. Besser, als jeden Tag wieder nach Long Island zu fahren.
Stockbett und Toilette auf dem Flur. Für Lage und Preis aber absolut okay und vorallem sauber.
Erst mal schön heiß duschen damit man nicht krank wird und dann mit dem Taxi wieder Downtown. Leider gibt es wie erwartet Probleme mit Phillip. Er ist erst 17 und kommt in keinen Club oder in eine Bar. Hin und her, bis wir dann schließlich doch in einer Bar in der 13th Street, 1 Avenue gehen und für 5 $ nervigen Freejazz hören. Nach 2 Bier wird Phillip müde, da es aber der letzte Abend mit den Jungs ist, bleibe ich dann noch bei Flo und Ashley.

Wir gehen nochmal nett auf die Rolle. Per Zufall kommen wir wieder in die Telephone Bar, wo Flo mit ein paar Leuten aus dem Krankenhaus verabredet ist.



Ein Absacker in der Keybar und um viertel vor 3 gehts wieder nach Hause. Zuerst wollte ich noch nach Hause fahren, übernachte dann aber doch bei Flo und Jens. 4 Stunden Schlaf und dann gehts schnell in den Bus Richtung YMCA. Langer Fußmarsch und einen Handtaschenkauf später bin ich dann auch da. Schnell duschen und ein Früchtefrühstück, dann steht Lutz schon vor der Tür.

Ein Tag mit vielen Meilen zu Fuß. Shoppen am Broadway, NBA Store in der 5th,



Columbus Parade in der 5th,













wieder runter bis zur Bleecker Street crossing Broadway. Gegen 6 gehen wir lecker japanisch in Soho essen und um 8 gehts in den CBGB Club.







Its John Lennons Brithday Party.



Die cultigen Zeiten hat der Club auch hinter sich, aber in vereinzelten Ecken und auf dem Klo merkt man alten Flair. Die Bands sind gut, die Stimmung auch.

Mit der U-Bahn gehts zum Times Square







und dann langsam zurück ins Hotel.

Am Montag, dem nationalen Feiertag Columbus-Day, dann mein Highlight: Besichtigung der UN-Gebäude.













Ich habe mich gefühlt wie Nicole Kidman. Einfach spannend!!! Und nur zu empfehlen. Die 11,50 $ lohnen sich finde ich...

Leider ohne Phillip, der ist über Nacht krank geworden und mußte erst mal mit NyQuil wieder gesund werden.

Dann noch ein bißchen in die Stadt, Lutz noch ein paar Dinge wie die Central Station und die imposante Uhr in der Halle gezeigt



oder diesen bekannten Ort



oder die Eisfläche, die man jetzt schon vor dem Rockefeller-Center sehen kann



und um halb 6 dann wieder im Hotel gewesen. Phillip ging schon was besser und wir sind dann alle zusammen noch mal essen gegangen und haben noch nen kleinen red-carpet und Geschrei und Blitzlichtgewitter gesehen. Um 11 lagen wir in den Betten, wieder müde von Manhattan.

Die Philharmonie



und ein weiteres typisches Bild aus der Upper West Side



Am Dienstag stand dann schon wieder die Abreise von Lutz und Phillip an. Um 12 sind die beiden vom Shuttle abgeholt worden. Ich war dann wieder in der Stadt, hab eingekauft mir ein paar Sachen angesehen, war in der imposanten New Yorker public libary





und endlich mal auf der 5th Avenue, der teuersten Einkaufstraße der Welt ein paar Dinge kaufen...
Ich war auch nah dran an den Manolos, hab mich aber dann doch für warme Stiefel für den Herbst entschieden...
Oshkosh für den kleinen Muki, Lacoste für die große Amelie.

Gegen halb 5 ging dann wieder nach Hause. Duke hat mich vermisst, Courtney ist wieder unterwegs und ich habe nur noch 3 Tage im Büro. Schade eigentlich, die Zeit ging so schnell vorbei. Ich werde die alle wirklich vermissen. Vorallem Mari, die sich heute angesteckt von meiner Erkältung ein paar Meter neben mir arbeitend durch den Tag kämpft!
Sie meinte eben zu mir, als ich an Bobs T-shirt roch, was er mir geschenkt hat: You are so out of control Missy! Was heißt das jetzt genau??? :-)

Eben hat mich Antenne Koblenz 98.0 (aaaaaaaaah!) angerufen und mich über meine Reise und mein Leben hier interviewt.
Wenns nicht mein Bruder gewesen wäre, hätte ich mich nicht dafür hergegeben, aber was macht man nicht alles? Nein mein Männes ist schon ein cooler und schmeißt das Wochenthema echt gut. Getreu dem Motto: "Wenn Praktikanten Radio machen!"

Ich freu mich ja schon auf den diesjährigen schönen Weihnachtsbaum! Hilfe!

Ach und Happy Birthday Nilz-Nils...

So Mittagspause mit Nudeln und Pizza. Und immer noch kein Kölsch...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Boris hat gesagt…

Gestern habe ich den Mietvertrag unterzeichnet, Du hast mich also bald als neuen Nachbarn (wenn ich mal da bin). Allerdings erst ab Mitte Januar / Anfang Februar.

Grüße, Boris

Anonym hat gesagt…

Schon mal beim "Zum Schneider", Lower East Side gewesen, da gibt es Kölsch, sowie gute alte deutsche Brauhausgemütlichkeit, incl. Länderspiele, was sich im Moment allerdings weniger lohnt.
M.

Amelie hat gesagt…

Jaja, klar war ich schon im Schneiders... Hatte auch schon darueber geschrieben und sogar Fotos hier veroeffentlicht.

@Boris: Na das wird ja mal cool!!! Ich freue mich auf Dich als Nachbarn. Dann koennen wir immer zusammen ueber die Bruecke in die Altstadt gehen.
Fuer den Tipp hab ich dann aber einen bei Dir gut, oder? Sei gegruesst und bis bald.

Jens H. Noffke hat gesagt…

Hallo Amelie,

Das liest sich ja wie das New Yorker Telefonbuch! Da wimmelt es ja nur so von dubiosen Gestalten, Restaurants und Bars. Bist Du als Testerin eines internationalen Reiseveranstalters unterwegs?

Aber im ernst. Auch nach stundenlangem Studium Deiner Seite ist mir nicht klar: WAS MACHST DU DA EIGENTLICH? Ist das ein Erlebnisurlaub ? Austausch? Arbeit? Oder sammelst Du 23jährige, schwule Briten?

Auf jeden Fall noch viel Spass! Für alle Unklarheiten der Englischen Sprache empfehle ich: http://dict.leo.org/

Gruss aus der Schweiz,
Jens

Amelie hat gesagt…

@ Jens: Bis auf die Sache mit dem Sammeln mach ich all das, was Du aufgezählt hast.

Ich bin hier eigentlich um ein Internship bei Leifheit International zu machen. (Du hast wohl die Anfänge meine Reporte ein wenig verpasst.)

Neben der Arbeit gibts hier eben noch viel mehr und genau darüber handelt zum Großteil dieser Blog.
Ich weiß nicht wirklich, ob es meine Freunde zuhause interessiert welche Sachen ich hier wie gestalte.
Ich will ihnen doch lieber die Stadt näher bringen. Sei es eben durch die Augen einer internationalen Reisetesterin, einem betrunken Mädchen aus Koblenz, einer Polizeiverliebten oder einfach einer unendlich wissbegrierigen und neugierigen Amelie.

Über "Arbeiten im Ausland" gebe ich ja ab jetzt auch Interviews für Radios und Frauenzeitschriften, insofern ist das Thema abgedeckt.
(Weitere anfragen bitte an meine Mailadresse!)

Alles ist gut solange es unterhält. Nich wahr?
(Nilz-Nils, wie war noch Dein Spruch, den Du mir am Telefon gesagt hast?)

Nichts für ungut, sollten sich noch mehr Menschen um weitere Informationen betrogen fühlen, dann immer raus damit...

Hier gehen jetzt die Lichter (nicht) aus. Für mich, denn ich gehe nach einem langen Tag ins mein Bett. Duke ist verdächtig ruhig. Wenn der jetzt wieder vor mir drin war, krieg ich hier echt einen Anfall!

Gute N8.

David Kohn hat gesagt…

Amelie im Radio?
Ja klar: Mehr unter www.david.kohn.de

David Kohn hat gesagt…

Hey Amy,
super Bilder!!! Ich beneide dich. Ich will auch mal zur Uno. Das ist bestimmt so beindruckend!

Du kannst in deinem nächsten Blogeintrag gerne die MP3 File auch direkt verlinken, dann kann man sich das ganze sofort anhören:

http://www.david.kohn.de/randnotizen/AmelieNYC.mp3

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.